Das Projekt "Hornfire Beta 8"


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............... begann mit einem Anruf eines begeisterten Hornfans, der zu seinen  "Hornfire D1" noch ein backloaded Horn mit einem 20er Breitbänder besitzen wollte. Auf die Frage, ob ich denn einen guten 20er empfehlen könnte, fiel mir auf Anhieb Supravox HP 215, Fostex FE 208 Sigma, Hemp FR8C und Coral Beta 8 ein. Vom Fostex  FE 208 Sigma hatte er bereits gehört, aber es sollte für sein Horn unbedingt der Coral Beta 8 sein. 

Nun stellte sich heraus, dass die Firma Coral bereits in den 1970ern Konkurs angemeldet hatte und ein gut erhaltenes Paar auf dieser Welt noch schwer zu finden ist. Aber wir wurden fündig und kauften eine wirklich schönes Paar in Kanada:

Nach einigen Recherchen im Netz fanden wir heraus, dass für dieses Chassis damals einige Gehäuse konzipiert wurden:

 

Weiter erfuhren wir, dass der Breitbandlautsprecher Coral Beta 8 auch im BK 202 eine "gute Figur" abgegeben hätte:

Da es unbedingt ein backloaded Horn sein sollte, entfielen die "flats".

Mit Hilfe der gemessenen TSP, die wir auch im Netzt fanden und wohl von mehreren  Coral-Liebhabern gemessen wurden, konnte ich sowohl das BK 202 als auch das Beta 8-Horn simulieren (leider waren die Messungen sehr unterschiedlich und so nahmen wir die Durchschnittswerte als Grundlage für die Simulation).

 

Bei beiden Gehäusen gefiel mir das Ergebnis der Simulationen nicht und so schlug ich dem Hornfan eine Neukonstruktion vor. Damit hatte er alle Freiheitsgrade und konnte das Horn an seine Räumlichkeiten anpassen.  Es sollte  sehr schmal, maximal 120cm hoch werden. Die Tiefe sei nicht so wichtig. Angelehnt an die "Hornfire D1" sollte es "downfired" betrieben werden. Sein  Namenswunsch für dieses Horn war auch recht eindeutig:

 

Hornfire Beta 8

 

Nach vielen Simulationsversuchen, abendfüllenden "Faltideen"  -ich wollte in dem schon sehr großen Horn keinen Raum verschenken- und einem  regen Mailverkehr konnte ich dem Fan eine Skizze mit dem Maßen präsentieren:

 

.... und ich bekam sein o.k. für den Bau. Die Vorgaben für das Holz: Korpus Birke, Front Kirsche massiv und Bodenplatte Nussbaum/Kirsch. Die Größe des Horns erwies sich für die Werkstatt als unhandlich.

 

 

 

Nach vielen Arbeitsstunden war es soweit: die Hörner wurden an die Endstufe provisorisch und ungefiltert angeschlossen. Wie immer beim ersten Mal legte ich eine wohlbekannte CD ein und ihr folgten mindestens acht weitere. Ich genoss diese Musik in vollen Zügen, obwohl der Frequenzgang offenbar nicht gerade war. 

Wie schon erwartet brachte der Coral Beta 8 auch in diesem 2,40 m langen Horn präzise, hochauflösende Mitten und feinzeichnende Höhen in einer atemberaubenden Dynamik, aber der Bass war zwar knackig und schnell vorhanden, aber leider zu leise.

Ein Pegelsteller, nur für den Grundtonbereich, konnte die Schwäche des Beta 8 beheben.

 

 


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