Das serielle Filter für den Breitbänder


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In den einschlägigen Fachzeitschriften für den Boxenbauer werden einzelne Chassis oder komplette Boxen, meist Neuentwicklungen, mit aufwendigen Filtern und sehr teuren Komponenten versehen, die den Frequenzgang bügeln und zusätzlich auch noch die Impedanz des Chassis über das gesamte Spektrum begradigen sollen.  Das klappt meist auch recht gut.

Was mich aber sehr stört, ist die Tatsache, dass jeder Kondensator und jede Spule als lineares Bauelement betrachtet und der Phasenverlauf meist vernachlässigt wird. In einem Mehrwegsystem ist das nicht so tragisch, da der Phasenverlauf  im Frequenzbereich der Einzelchassis auch recht konstant bleibt.

Beispiel Hochpassfilter  12dB/Okt.:

 

 

 

 

Frequenz (rot)- und Phasengang (blau):

 

Weniger kompliziert wird es, wenn ein Breitbandchassis über ein serielles Filter, auch Notchfilter genannt, entzerrt wird. Als Beispiel habe ich den Frequenz- und Phasengang eines Notchfilters, wie es für den Visaton FRS8 empfohlen wird, dargestellt:

 

Zu erkennen ist die Drehung der Phase ausgerechnet im wichtigen Mitteltonbereich.

Mit anderen Worten erklärt: eine einzige Membran muss gleichzeitig (zumindest versucht sie es) Signale, Klangereignisse wohlmöglich eines Instrumentes, phasenversetzt darstellen. Das Ergebnis ist ein weniger klarer Klang, der sich oft bei Stimmen sehr störend bemerkbar macht.

Das variable Notchfilter:


 Als ich den Tangband mit einem Hochtöner im Tractrixhorn versah, wurde ich stark kritisiert, der "Tangband macht doch richtig gefiltert locker 16kHz" hieß es in einer e-mail....dennoch:

Lässt sich ein schlechter, nicht gerader Frequenzverlauf durch die Konstruktion des Gehäuses annähernd linearisieren, so empfehle ich auf ein Notchfilter zu verzichten. Und fehlen dem Breitbänder ein paar Höhen, so ist es meiner Meinung nach besser diesen durch einen Hochtöner (Ringradiator) zu unterstützen.

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