Fundamentalismus 

- Lösungen für den Keller


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Bass, Bass und immer wieder Bass - eine echte Herausforderung !

Nachdem ich nun mehrere Lösungen für ein schnelle, impulsorientierte und, wenn  physikalisch machbar, auch tiefbassorientierte Bassfundamente erarbeitet habe, lehrt  mich die Erfahrung, dass ein großes Bass-Chassis nicht unbedingt auch eine bessere Tiefbasswiedergabe bedeutet. Tiefe und besonders schnelle Bässe lassen sich durchaus auch mit kleineren Bass-Chassis im Horn reproduzieren. 

Soll z.B. aus Platzgründen das Bassfundament in Gestalt einer Bassreflexkonstruktion gebaut werden, dann würde ich nur hartaufgehängte und große (>= 12")  Chassis einsetzen, da durch ihr straffes Federsystem unkontrolliertes Nachschwingen, wie man es von schlechten Bass-Chassis in einem Bassreflexgehäuse kennt, in akzeptablen Grenzen gehalten wird. 

Eine zweite, für mich akzeptable Möglichkeit ist ein hochwertiges Bass-Chassis mit einer tiefen Resonanzfrequenz von fs < 40Hz in einem geschlossenen Gehäuse. Dabei sollte seine Gesamtgüte so geschaffen sein, dass eine Reproduktion tiefer Frequenzen bis zur Resonanzfrequenz auch in sehr kleinen Gehäusen machbar ist.

Die dritte Möglichkeit ist für mich nach wie vor die beste: man nehme ein möglichst kleines Bass-Chassis mit einer möglichst kleinen Eigenresonanzfrequenz hoher Güte und berechne dafür ein tiefabgestimmtes Front- oder Backloaded- Horn. 

Ein weiteres, platzsparendes Fundament ist der Dipol, mit dem sich gute und sehr impulsorientierte Lösungen erreichen lassen. Allerdings schrumpft seine Sensibilität durch den akustischen Kurzschluss auf ein Niveau, dass eine Angleichung an den Pegel eines hochwertigen Breitbandlautsprechers oder Horntreibers nur über einen Aktivbetrieb Sinn macht. Grund genug für mich ihn als Fundament zu verwerfen. Allerdings ist ein Dipol sehr klein und für Menschen, die Ihre Boxen nicht als Möbel betrachten, eine gelungene Alternative.

Da nun diese Konstruktionen in ihrem Charakter sehr unterschiedlich sind und auch stark den Geschmack des Hörers ansprechen, kam ich auf die Idee -und die ist nicht neu- das Bassfundament getrennt vom "Rest" des Systems zu bauen. Der "Rest" des Systems könnte aus einem einzigen Breitbänder (FAST), einem Fronthorn (-System) oder aus einer Kombination (Mittel- und Hochtöner) bestehen. Der Vorteil liegt auf der Hand:

- akustische Trennung des Basses von den anderen Frequenzbereichen durch separate Gehäuse

- Bass- oder Mitten-/Hochtonbereich könnten einzeln getauscht werden, ohne sich von der kompletten Box trennen zu müssen

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Tiefbassfundamente, mit denen ich bereits gute Erfahrungen gesammelt habe, finden sich in der 

- "FAST-Horn"      (6,5"-Chassis mit starkem Antrieb im backloaded Horn) 

- "Flo Koax"          (8"-Chassis, hartaufgehängt im kurzen Fronthorn und

                              ventilierter Rückkammer)

- "Flo B6"                 ein reines backloaded Bass-Horn und Helmholtzresonator

                              mit einem 8"-Chassis 

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