Das Horn des kleinen Mannes – 

                  die Hornkehle 


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Nach  unzähligen Versuchen und Simulationen in den Genuss eines reinen Basshorn für mich und mein bescheidenes Musikzimmer von 20qm zu kommen, muss ich mir eingestehen, dass ein Basshorn mit einem kräftigen 20er oder 30er Antrieb (front- oder backloaded) einfach ein großes Volumen braucht ! Die Menschen mit großen Wohnzimmern, die nach meinen Vorschlägen reine Basshörner gebaut haben, mögen mich belächeln.

Also musste ein Kompromiss zwischen Horn und Bassreflex her:  die Hornkehle.

Hier ist der Verlauf des Bassreflexschlitzes hornförmig ausgelegt und seine Länge meist bei ca. 60 cm begrenzt. Das Volumen der Box entspricht dem einer Bassreflexbox plus Volumen der „Hornkehle“. 

Simulationen zeigen, dass die Länge von 60 cm optimal ist und der berühmte „Lambda/4-Knick“ im Frequenzgang bis zu dieser Länge minimal bleibt.

Hornlänge 60cm                                            Hornlänge 100cm

Ein weiteres, sehr interessantes Phänomen ist die tiefere Abstimmungsmöglichkeit des Helmholtzresonators durch den langen „Bassreflexschlitzes“ :

Hornlänge 15cm                                            Hornlänge 180cm

Die  tiefere Abstimmungsmöglichkeit zum Helmholtzresonator erklärt sich wohl  

1. dadurch, dass die Abstrahlfläche des Tieftonsystems trägheitslos vergrößert und damit die Anpassung an den Abhörraum verzerrungsmindernd verbessert wird (Hals: hoher Druck-kleine Schallschnelle; Mund: geringer Druck- große Schallschnelle). Dadurch können auch kleinere Bass-Chassis eingesetzt werden, was zu einem schnelleren Bass führt.

Außerdem ist durch die Horn-Schräge gewährleistet, dass es nicht nur zu einer  einzigen Grundresonanz, sondern zu einer Vielfalt von Resonanzen kommt.

2. Durch dass verlängerte „Bassreflexrohr“ kommt es, ähnlich wie bei der Transmission-Line-Box (TML), zu Resonanzen bei Lambda/4 und ganzzahligen Vielfachen zur Grundabstimmung.

 

In einem Forum habe ich diese, leider punktlose Erklärung gefunden:

"Hornresonator":
"Lautsprecher, inbesondere fuer Tieftonwiedergabe, mit einem Gehaeuse, das eine Kammer umschliesst, die an einer Wand mit einer Schalloeffnung und mit einem an dieser montierten Lautsprecherchassis versehen ist und die ueber eine weitere Kammeroeffnung mit einem Horn in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, dass das Horn als Resonator mit als aktive Membran schwingendem Luftvolumen  durch Umwandlung eines Helmholtz-Resonators  gleicher Resonanzfrequenz wie diejenige des aus Lautsprecherchassis  und Kammer  mit Oeffnung  bestehenden Gebildes unter Anpassung seiner Endquerschnitte und gegebenenfalls Laenge an die fuer das Horn gewuenschten Werte und unter Beibehaltung seines dynamischen Luftgewichtes (dynamisches Gewicht des eingespannten Luftvolumens) und damit seiner Resonanzfrequenz zu einem sich hornartig erweiternden Resonator ausgebildet ist."...............................................................................
 

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